Leserbrief

Meckerer sollen beim Unkrautjäten helfen

Zum Artikel „Kampf den Schottergärten“ vom 1. Juli:

Zu Ihrer wiederholten negativen Berichterstattung zu diesem Thema möchte ich etwas anmerken: Wir haben rund 460 Quadratmeter Grundstück, davon rund 100 Quadratmeter Vorgarten. Der hintere Teil unseres Gartens besteht aus Rasen, Bäumen, Büschen sowie Pflanzen und Blumen. Das alles in Ordnung zu halten, macht jede Menge Arbeit. Deshalb möchten wir uns nicht auch noch mit dem Vorgarten belasten. Also haben wir seit drei Jahren Steine im Vorgarten. Dazwischen einzelne Pflanzen (auch blühende). Und entgegen der Ansicht Ihres Experten ist das durchaus sehr pflegeleicht.

Früher war ich wöchentlich ein bis zwei Stunden damit beschäftigt, das Unkraut zu entfernen, heute alle zwei Wochen. Ich wurde schon mehrmals, auch von fremden Personen, darauf angesprochen, dass der Garten jetzt viel schöner und gepflegter aussehe.

Gerne angenommen

Außerdem geht es niemanden etwas an, was wir mit unserem Garten machen. Das ist allein unsere Sache und wenn wir ihn zubetonieren und ein Auto darauf parken, dann ist das eben so. Ob das schön ist, oder nicht, ist etwas anderes. Die ganzen Meckerer können gern ihre Hilfe beim Unkrautjäten anbieten, die wird bestimmt gerne angenommen.

Wenn Sie einen Vorgarten des Grauens sehen möchten, dann schauen Sie sich mal den eines ehemaligen Geschäfts in Schönau an. Das Haus wird von einer Großfamilie bewohnt, inklusive Schrottauto im Vorgarten, meterhohes Unkraut, überfüllte Mülltonnen, jede Menge Plastiksäcke mit Abfall (auch aufgerissene), schiefhängende, offene Briefkästen. Das ist ein Vorgarten des Grauens, so etwas gehört verboten. Die Krönung ist aber ein Sofa mit Tisch auf dem Gehweg. Karin Bullinger, Mannheim

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/2YtrWiU