Leserbrief

Leserbrief Zum Kommentar „Als Mutti noch kochte“ (FN, 9. April)

„Mehr finanzielle Unterstützung der Eltern“

Erst „Gebärmaschine“, dann „Herdprämie“– und nun „Als Mutti noch kochte“.

Das Bild der Frau und der Mutter haben sich leider „nur“ im ideologischen und theoretischen Bereich so verändert, wie „man“ es in manchen Etagen der Redaktion von Funk und TV sowie in manchen Parteizentralen schreiben und hören will.

In der Wirklichkeit begegne ich einer anderen Realität. 70 Prozent der älteren Menschen, die gepflegt werden (müssen), erfahren diese oft sehr menschliche Pflege daheim. Es sind in erster Linie die Frauen und weiblichen Kinder, die diesen Dienst verrichten. Hochachtung und Wertschätzung gilt dieser Gruppe von Frauen! „Die“ Politik kann es sich zurzeit leisten, maximal 30 Prozent Kitaplätze anzubieten; das heißt, für 60 Prozent der jungen (auch alleinerziehenden) Mütter gibt es keinen Kitaplatz. Und wenn ein Kind sowohl in der Kita wie im Kindergarten oder in der Schule krank wird oder die Verantwortlichen dieser Einrichtungen Fortbildung machen (müssen), wer kümmert sich dann um das Kind?

Die Mütter müssen Urlaub nehmen, wenn es keine Großeltern vor Ort gibt. Und diese Großeltern machen den an sich doch vom Staat zu leistenden Job umsonst.

Auch die pflegenden Angehörigen bekommen meist keine Unterstützung für die Kranken!

„Als Mutti noch kochte“, darf „man“durchaus auch so verstehen: „Mutti kocht immer noch“. Zumindest sieht die Realität vieler Familien so aus, dass fast alles von ihnen gestemmt wird. Mein Wunsch lautet: weg von sozialistischer Bevormundung! Hin zu mehr finanzieller Unterstützung der Eltern, die sich ihren Kindern widmen möchten und nicht arbeiten müssen!