Leserbrief

Meistens immense Mehrkosten

Zum Artikel „Kosten steigen um ein Drittel“ vom 11. Juli:

Soll das ein Witz sein? Der 1. April ist doch schon längst vorbei! Mir blieb beim Zeitungslesen während des Frühstücks fast der Bissen Brot im Hals stecken. Wie kann das möglich sein, dass zwischen geplanten und tatsächlichen Kosten ein Mehrbetrag von fast 1,1 Millionen Euro zustande gekommen ist?

Man muss ja fast annehmen, dass vor Einholung der Ausschreibungen nicht korrekt recherchiert wurde in Bezug auf die Gegebenheiten und was der tatsächliche Aufwand ist. Von anderer Seite wurde erst mal den Auftrag in trockene Tücher gebracht, aber dann . . . kommt das dicke Ende. Außerdem plant man für Unvorhergesehenes im Vorhinein schon einen gewissen Prozentsatz ein.

Allerdings ist man es ja gewohnt, dass öffentliche Aufträge nach Abschluss der Arbeiten meistens immense Mehrkosten aufweisen. Woran das wohl liegen mag? Auf jeden Fall ist es hier ein „dickes Etwas“. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Ursula Müller, Mannheim

Danke für den Artikel über die Kostensteigerung bei der Kunsthallenaußenanlage. Eine Steigerung von zwei Millionen auf drei Millionen Euro ist aber immer noch eine Steigerung um die Hälfte oder eine Steigerung um 50 Prozent.

Karin Hugelmann, Mannheim

Was, eine Million mehr für die Außenanlage der Kunsthalle? Sind das bei dem Ausgabenwahn der Stadt keine Peanuts? Mitnichten. Es ist doch ein wirklich alter Hut, dass Anbieter die Preise niedrig halten, um den Zuschlag zu bekommen. Dann wird aus Gründen, die sich immer finden lassen bei entsprechender Fantasie, ordentlich draufgesattelt, denn das muss ja dann praktisch von der Stadt abgesegnet werden.

Diese Tatsachen sollten doch irgendwann auch einmal bei städtischen Entscheidern, und zwar vor dem Zuschlag, Berücksichtigung finden. Mit Recht wird dieses Verhalten der Stadt immer wieder kritisiert aktuell hier von Peter W. Ragge. Der Gemeinderat muss auch gegenüber der ausführenden Verwaltung kritischer sein.

Mathias Wagener, Mannheim

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/2L3GyCX