Leserbrief

Menschengemachter Klimawandel wird geleugnet

Zum Artikel „Der Weg zum grünen Fußabdruck“ vom 8. Dezember:

Leider muss ich feststellen, dass es immer wieder Personen gibt, die den menschengemachten Klimawandel leugnen oder herunterspielen. Fakten werden ignoriert, falsch dargestellt oder es werden unsinnige Schlüsse gezogen.

Hier ein paar Beispiele: „Klimaschwankungen gab es auch in der Vergangenheit in erheblichem Maße“: Tatsächlich gab es in der Erdgeschichte immer wieder Klimaschwankungen, die natürlichen Ursprungs waren. Diese sind aber entweder Millionen von Jahren her oder sie spielten sich im Bereich kälterer Temperaturen ab. Tatsache ist aber, dass es seit Hunderttausenden von Jahren auf der Erde nicht mehr so warm war wie in den letzten Jahren. Und dies korreliert ganz klar mit dem CO2-Gehalt in der Atmosphäre.

„Der Klimawandel ist eine Folge einer erhöhten Sonnenaktivität“: Die Sonnenaktivität unterliegt natürlichen Schwankungen. Seit einigen Jahrzehnten ist die Sonnenaktivität in einer abnehmenden Phase. Demnach müsste es auf der Erde zur Zeit eigentlich kälter werden. Der Treibhauseffekt überlagert dies und wirkt sich wesentlich stärker aus. Daher wird es wärmer statt kälter.

„Vulkane haben einen wesentlichen Einfluss auf den Treibhauseffekt“: In der Tat haben Vulkane einen Einfluss auf das Klima. Ohne sie wäre es auf der Erde bitterkalt. Der CO2-Ausstoß der Vulkane befindet sich aber in einem natürlichen Gleichgewicht mit den Weltmeeren, die das CO2 aufnehmen. Der menschengemachte CO2-Ausstoß ist jedoch wesentlich höher und überfordert die Weltmeere in ihrer Aufnahmefähigkeit. Hierdurch reichert sich das CO2 in der Atmosphäre an.

Alle Nationen gefordert

„Der Anteil Deutschlands am CO2-Ausstoß weltweit beträgt nur zwei Prozent. CO2-Minderungsmaßnahmen in Deutschland sind unnötig“: Hierbei zeigt sich die typische Ignoranz vieler. Andere machen mehr Dreck als ich, also werfe ich meinen Müll einfach dazu. Es kommt ja nicht darauf an. Ein anderes Bild zeigt sich bei folgender Sichtweise: Der Pro-Kopf-Ausstoß eines Deutschen ist wesentlich höher als der eines Chinesen oder eines Inders.

Im Übrigen sind alle Nationen aufgefordert, die notwendigen CO2-Verminderungstechniken zu entwickeln, auszutauschen und einzuführen. Dies wirkt sich überall positiv aus. Des Weiteren können wir von den Schwellenländern nicht erwarten, dass diese ihren CO2-Ausstoß senken und wir tun nichts dergleichen. Das wäre für diese Länder völlig unakzeptabel.

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2QBGfSr