Leserbrief

Menschheit drängt andere Lebensarten zurück

Zum Thema „Umweltschutz“:

Kohlendioxid, CO2, gilt als ein Hauptverursacher der Erderwärmung. Es entsteht bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl, Benzin, Alkohol, Erdgas oder Holz als stoffliches Nebenprodukt. Das aber für die Menschen interessante Hauptprodukt der Verbrennung ist die freiwerdende thermische Energie (Wärme), aus der mithilfe von Dampf elektrische Energie (Strom) erzeugt werden kann.

Der Mensch hat gelernt, sich die Energie dienstbar zu machen. Seither hat die Energie, insbesondere aber die elektrische Energie, eine Schlüsselfunktion im menschlichen Dasein erreicht. Derzeit leben etwa sieben Milliarden Menschen auf der Erde. Somit entspricht der derzeitige „globale Energieverbrauch“ dieser Zahl von Menschen.

Weltbevölkerung wächst

Da aber noch nicht alle unseren Lebensstandard erreicht haben, wird sich der jetzige „globale Energieverbrauch“ allein aufgrund des „Nachholbedarfs“ noch einmal erhöhen, auch wenn die Weltbevölkerungszahl konstant bliebe. Es hat 4,5 Milliarden Jahre gedauert, bis sieben Milliarden Menschen die Erde bewohnten. In 50 Jahren werden es 10 Milliarden sein. Allein aus diesem Zuwachs entsteht ein gewaltiger zusätzlicher Energiebedarf, der zudem noch innerhalb von 50 Jahren gedeckt werden muss.

Aber es gibt noch weitere Probleme. Seit 1987 verbraucht die Menschheit mehr, als die Erde an natürlichen, nachwachsenden Ressourcen zur Verfügung stellt. Die Menschheit drängt andere Lebensarten – Tiere, Pflanzen – zurück: Artensterben sowie der Rückgang des Regenwaldes sind die Folge.

Eine weitere Folge der sich ausbreitenden Menschheit ist, dass die endlichen Ressourcen – Öl, Gas, aber auch Erze und damit Metalle – sehr viel schneller zu Ende gehen werden, als bisher angenommen. Wie uns die Erfahrung lehrt, besitzt auch der menschliche Verstand offensichtlich nicht die notwendige Kraft, um die biologischen Vorgaben in uns überwinden zu können.

Prognose: Die Menschheit wird sich wie ein ganz normaler biologischer Organismus verhalten. Mit allen Konsequenzen: Kriege um die Verteilung der Ressourcen, Verelendung des größten Teils der Menschheit, Verrohung der Gesellschaft bis auf steinzeitliches Niveau. Uns bleibt die dumpfe Hoffnung, dass sich vielleicht doch noch alles irgendwie zum Guten fügen möge.