Leserbrief

Müll-Chaos: Kritik an Kubala

Zum Artikel „Stadt schweigt zum Müll-Chaos“ vom 18. Januar:

Ich hätte mir gewünscht, dass die Stadtverwaltung beziehungsweise der Eigenbetrieb Abfallwirtschft sich offensiv an die Bürger gewandt hätte. Es menschelt hier, und wo Menschen arbeiten, gibt es nun mal auch Fehler. Dies ist hier ärgerlich, aber nicht bedrohlich für die Bürger Mannheims.

Jetzt haben wir eine Software, die daran schuld sein soll, und alles im Zusammenhang damit stehende wird vertuscht: Ob das Produkt falsch gewählt wurde oder den Ausführenden Fehler unterlaufen sind. Warum nimmt die Verwaltung uns Bürger nicht ernst? Was haben Frau Kubala und Herr Klockow zu verbergen? Unser Oberbürgermeister Peter Kurz hat seine Verantwortlichen nicht im Griff, beziehungsweise er ist ja auch auf Tauchstation gegangen.

Es ist in meinen Augen arrogant und unprofessionell seitens der Grünen Bürgermeisterin, in dieser Art mit verärgerten Bürger/innen umzugehen. Wenn es darum geht, für Pressefotos parat zu stehen, ist sie bereit, und wenn es darum geht, ihre (Nicht-)Arbeitsweise zu erklären, kneift sie. Es zeigt ein weiteres Mal, wie unnötig die Installation dieses Dezernates V. war und ist.

Und zur Sache: Nachdem massenweise Beschwerden aufkommen, ist die Abfallwirtschaft nicht mal in der Lage, kurzfristig den korrekten Abfallkalender als Print-Version auf die Website zu stellen. Nein, er ist dort genauso fehlerhaft eingestellt wie das Original, das wir im Briefkasten vorfanden. Auf unserem Kalender sind ausschließlich die Biomülltermine (Biomülltonnen gibt es in unserem Stadtteil gar nicht) eingedruckt, kein Restmüll, kein Papiermüll und zum Wertstoff haben wir wieder nur einen zusätzlichen Zettel erhalten. Es bleibt noch abzuwarten, ob sich die Daten darauf überhaupt als korrekt erweisen. Dafür darf man aber den Jahresplan des Dezernates einsehen, auf dem allerdings nicht das Thema „Behebung riesiger Missstände in Sachen Müllabfuhr“ steht, – nein, da sind nur Repräsentationstermine aufgeführt.

So viel zur kompetenten Bürgermeisterin, die laut Website mit ihrer Tätigkeit und dem unter anderem hochgelobten zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb grüne Akzente setzt und einen einzigartigen Beitrag zur Lebensqualität beisteuert und „immer dicht an der Bürgerschaft“ ist!!!

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2EY2M1Q