Leserbrief

Müssen grundlegend umdenken

Zu Artikel „Lassen wir uns aus Umweltangst blenden, Herr Schweiger?“ vom 22. Februar:

Der Mensch vermüllt und vergiftet durch den Plastikeinsatz seine Lebensgrundlage, die Natur und sich selbst. Müll und Plastik aus den Meeren abzufischen, reicht nicht. Die Wissenschaftler wissen das, denn Plastik wird bereits in alarmierendem Maße im Blut des Menschen gefunden und nachgewiesen!

Wir Menschen sind das letzte Glied in der Nahrungskette, wir nehmen über Lebensmittel Mikroplastik auf. Dieses wird im Körper gespeichert, nicht jedoch ausgeschieden oder abgebaut. Was viele noch verdrängen, kann in der Zukunft zu Folgendem führen: Hat sich über Jahre hinweg eine gewisse Menge davon angesammelt, bildet der Körper Antikörper, allergische Reaktionen können auftreten, ähnlich wie bei Autoimmunerkrankungen, und zwar bereits schon dann, wenn etwa eine Butterdose oder eine Verpackung aus Plastik angefasst oder Kleidung aus Kunststoff getragen wird, weil im Körper eine Art von Rückkoppelung stattfindet.

Produktion wichtiger

Mitunter kann dies langfristig zu genetischen Veränderungen führen, so dass damit gerechnet werden muss, dass Babys behindert geboren werden. Aber bis die Wissenschaftler dies bewiesen haben, dauert es eben noch. Und bis dahin wird die Bevölkerung beruhigt und weiterhin vorgegaukelt, dass eine arbeits- und kostengünstige Produktion wichtiger sei, als den Menschen, unsere Kinder und die Erde gesund zu erhalten. Missbrauch wird nicht nur hier betrieben, sondern auch mit der Verschiebung von Plastikmüll in andere Länder, welcher dann nicht fachgerecht recycelt oder entsorgt oder schlichtweg in die Meere gekippt wird, so dass sich Tiere darin verfangen, ihn fressen und verenden, was die Politiker über die gegebene Gesetzeslage zulassen.

Erde zur Pflege anvertraut

Dem Menschen wurde Gottes Schöpfung, unser Planet Erde, als Heger und Pfleger anvertraut, nicht jedoch um sie zu dezimieren, auszubeuten oder zu vernichten und damit im Grunde sich selbst. Leider lernt er meist nur dann und beginnt zu verändern, wenn es schon richtig weh tut oder fast zu spät ist.

Ein grundlegendes Umdenken hat stattzufinden, nämlich: Wir nehmen all dies wieder zurück, greifen auf alternative natürliche nachwachsende Ressourcen zurück. Wir betreiben Umweltpolitik und tun etwas für die Natur und letztendlich für uns als Mensch.

Marliese Hanßen, Ladenburg

Originalartikel unter http://bit.ly/2I6h3x3