Leserbrief

Leserbrief Zu "Die Konfliktparteien werfen sich Mobbing vor" (FN 20. Mai)

Nach den Tatsachen Recht sprechen

Dieser Bericht ist für mich etwas verwirrend. Klar sind zwei Dinge: Es geht um die Anfechtung der Betriebsratswahl bei der Firma Götz-Brot und es geht um die Entlassung zweier Betriebsratsmitglieder.

Bei der Betriebsratswahl stellten sich fünf Listen zur Wahl, eine von der Gewerkschaft unterstützte und vier weitere Listen.

Mit Bekanntgabe der Wählerlisten sahen sich die Mitglieder der gewerkschaftsnahen Liste starken Beeinträchtigungen ausgesetzt (Versetzung in ortsferne Filialen, Wegnahme von Arbeitsmitteln usw.).

Die Wahl hat die gewerkschaftsnahe Liste mit acht zu drei Plätzen haushoch gewonnen. Torben Ackermann wurde als Betriebsratsvorsitzender gewählt, Stellvertreter wurde einer von einer anderen Liste.

Die Firma Götz-Brot ficht nun die Wahl an mit der Begründung, dass Torben Ackermann leitender Angestellter sei, wovon in seiner zehnjährigen Zugehörigkeit zur Firma nie die Rede war und Herr Götz die Wählerliste mit den wählenden Mitarbeitern selbst abzeichnete. Ebenfalls wurde Ackermann nie auf fehlerhafte Mitarbeiterführung oder Mobbing von Angestellten angesprochen. Als Torben Ackermann sich in Urlaub (an seinem Wohnort und nicht verreist) befand, wurde angeblich eine Betriebsratssitzung einberufen, die Mitglieder der NGG-Liste wurden nicht eingeladen. Dort wurden die Kündigungen von zwei Betriebsräten beschlossen.

Seitdem werden systematisch die restlichen Mitglieder der NGG-Liste gemobbt. Dieses entspricht ganz dem Schema des Anwalts der Firma Götz-Brot, Helmut Naujoks. Nachzulesen auf wikipedia oder im Buch von Günter Wallraff.

Ich hoffe darauf, dass unsere Gerichte sich nicht von einem Anwalt wie Herrn Naujok einschüchtern lassen und nach Tatsachen Recht sprechen.