Leserbrief

Nach Zonen gestaffeltes Ticket für Schüler wäre nötig

Zum Artikel „Zwischen Ermäßigung und Aufschlag“ vom 25. Januar:

Dem „Mannheimer Morgen“ sei Dank für die Übersicht zu den neuen Fahrpreisen des Verkehrsverbundes VRN. Es bleibt: Die neue Tariflandschaft ist unübersichtlich und deckt nicht alle Bedürfnisse ab. Der VRN weist darauf hin, dass die jetzt verteuerte Schüler-Jahreskarte im Verkehrsverbund immer noch zu den günstigsten deutschlandweit zählt. Als teuer werden dagegen die Angebote in den baden-württembergischen Städten Karlsruhe und Stuttgart genannt. Das ist in der Form erst einmal richtig.

Es wird aber nicht erwähnt, dass es in diesen Städten abgestufte Schülerkarten gibt. Wer keine verbundweite Karte braucht, kann von zwei bis sechs Zonen Tarife wählen und dann wird es für den Kunden wesentlich günstiger. Der „MM“ berichtet, dass von 40 000 Jugendlichen, die ein Maxx-Ticket besitzen, nur 25 Prozent die Karte auch außerhalb des Schulwegs nutzen. 75 Prozent fahren also nur auf der Strecke zwischen Wohnung oder Haus und Schule.

Entlastung des Haushaltsbudgets

Wenn das kein Beleg dafür ist, dass ein zonengestaffeltes Schülerticket mit gestuften Preisen im VRN-Angebot fehlt. Schüler nutzen nun mal nicht die Möglichkeit, in der Freizeit zwischen Mosbach und Weißenburg unterwegs zu sein, wenn die Eltern mit dem Auto mobil sind. Das Fazit lautet also: Ein Schülerticket nur für die Großwabe Mannheim/Ludwigshafen mit angepasstem Preis ist für drei von vier Schülern wirklich maßgeschneidert und entlastet zusätzlich das Haushaltsbudget der gesamten Familie.

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2UazAMq