Leserbrief

National, nicht nationalistisch

Zum Artikel „Verbliebene mehrheitlich rechtsextrem ausgerichtet“ vom 11. September:

Das Interview von Michaela Roßner mit Prof. Heither zeichnet ein völlig schiefes Bild der burschenschaftlichen Verbindungen. Hauptzweck ist nicht Fechten, Saufen etc., sondern eine Lebensgemeinschaft, die vor allem der Erziehung und Bildung der jungen Studenten durch Ältere dient. Dabei wird auf Conventen diskutiert und entschieden, wobei alle Mitglieder gleichberechtigt sind, sobald sie das Fuxenstadium verlassen haben. Hier wird demokratisches Verhalten eingeübt. Die Urburschenschaft von 1815 war national und nicht nationalistisch. Bewiesen wird das durch das Hambacher Fest, wo es nicht nur um die Einheit Deutschlands ging, sondern auch um die Wiederherstellung Polens.

Wartburg in Eisenach

Dass rechtsextremistische Haltungen nicht geduldet werden, zeigt die Auflösung der Aktivitas der Heidelberger Normannia. Das Interview desavouiert sich dadurch, dass die Wartburg nach Jena „verlegt“ wird. Die Wartburg ist bekanntlich in Eisenach. Dies schreibt Ihnen ein Mitglied, das seit über 60 Jahren, einer liberalen Burschenschaft angehört. Wir lehnen den Rechts-, aber auch den Linksextremismus ab. (von Günter Seyrich, Weinheim)

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/2FMYNKU