Leserbrief

„Natur nicht ohne Not opfern“

Zum Thema: Flächennutzungsplan Edingen-Neckarhausen

Gerade mal ein Jahr ist es her, da votierten die Wähler von Edingen-Neckarhausen klar gegen eine großflächige Bebauung im Mittelgewann. 10,7 Hektar Feld und Flur wurden hier durch den Bürgerentscheid gerettet. Das Mittelgewann ist von den Reißbrettern verschwunden. Nicht aber der Plan, große Areale der Gemeindefläche für immer zu versiegeln. Jetzt sind es sogar zwölf Hektar Natur, die am gegenüberliegenden Ende der Doppelgemeinde ohne Not geopfert werden sollen. Geplant ist ein Neubaugebiet im Kappeseck, entlang des angrenzenden Wohngebietes Wingertsäcker.

Für die Bewohner hier läuft dann an der westlichen Grenze die L 597 direkt vor ihrer Haustür vorbei, während im Norden nur wenige Meter weiter, die Bagger für viele neue Häuser anrollen sollen. Alle reden von Politikverdrossenheit. Aber ist es nicht vielmehr eine Verdrossenheit gegenüber den Volksvertretern, die die Politik betreiben?