Leserbrief

Neuer Messplatz: Müll und Chaos durch Lkw-Fahrer

Zum Artikel „Der Neue Messplatz wird als Autohof zweckentfremdet“ vom 5. März:

Als Veranstalter des Mannheimer Krempelmarktes auf dem Neuen Messplatz können wir uns hinsichtlich der Problematik mit den Lkw voll anschließen: Während werktags (abends) etwa 40 Lkw gezählt wurden, haben wir an manchen Krempelmarkt-Samstagen bis zu 90 Lkw dort stehen – und zwar hauptsächlich Sattelzugmaschinen mit Dreiachsauflieger, die beim Drehen auf dem Platz mit den drei hinteren Achsen den Asphalt stark deformieren.

Hinweisschilder helfen nicht

Bereits am Freitagmittag, zur Vorbereitung des Krempelmarktes, müssen wir auf dem Platz sein und uns um die dort parkenden Lkw kümmern – und das trotz Hinweisschilder, dass ab Freitag, zwölf Uhr, Parkverbot auf dem Platz gilt. Samstags sieht es dann nicht viel besser aus: Hier müssen wir in der Zufahrt von der Waldhofstraße in die Heinrich-Zille-Straße immer wieder anfahrende Lkw wegschicken, die dort in zweiter Reihe parken, um nach Marktende auf den Platz fahren zu können und dabei die Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge blockieren.

Es fehlen Toiletten

Da wir als Verein den Krempelmarkt ehrenamtlich durchführen und Überschüsse in soziale, kulturelle und ökologische Projekte im Raum Mannheim spenden, ist es immer wieder eine Herausforderung, zusätzliche Helfer für diese „Verkehrsaktivitäten“ zu finden. Zum Marktende räumen wir neben Hinterlassenschaften des Marktgeschehens etwa einen halben Kubikmeter Abfälle der Lkw-Fahrer weg, da uns die Neckarstadt mit dem Neuen Messplatz ans Herz gewachsen ist. Von den Exkrementen wegen fehlender Toiletten unter der Woche einmal ganz zu schweigen. Wir können es daher nur begrüßen, wenn die Stadt Mannheim hier nach Alternativen sucht und der Neue Messplatz wieder uneingeschränkt als Veranstaltungsort genutzt werden kann und nicht als Lkw-Autohof mit allen Unannehmlichkeiten umfunktioniert wird.

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2pawKKk