Leserbrief

Leserbrief Zur „Özil-Debatte“

Neustart mit neuen Gesichern

Die Kommentare zum Thema Mesut Özil sollten nun langsam beendet werden. Meiner Meinung nach hat Özil selbst wenig zum Thema Integration beigetragen. Viele Fans konnten beispielsweise nicht verstehen, warum er bei Länderspielen die deutsche Nationalhymne nicht mitgesungen hat.

Er ist immerhin in Gelsenkirchen geboren und hätte dadurch seine türkischen Wurzeln nicht verleugnet.

Schließlich hat er sein derzeitiges Dasein als Multimillionär auch der frühen Ausbildung und Förderung deutscher Vereine zu verdanken. Selbst dem eher als Publikumsliebling bekannten Podolski, wurde früher das Verstummen bei der Hymne übel genommen.

Des Weiteren war es unnötig, dem umstrittenen Politiker Erdogan mit seinem Treffen eine politische Bühne zu geben. Der Rassismus-Vorwurf Özils gegen den DFB und Präsident Grindel war unangebracht und falsch.

Allerdings hätte sich Uli Hoeneß seinen Kommentar, angesichts seiner eigenen jüngsten Vergangenheit, auch ersparen können, als er meinte, dass Özil seit Jahren „einen Dreck“ gespielt habe.

Tatsache ist, dass Özil mit Sicherheit nicht alleine Schuld ist am WM-Debakel. Und warum der DFB ohne Not den Vertrag mit Trainer Löw vor der WM um zwei Jahre bis 2022 verlängerte, bleibt Grindels Geheimnis.

Bei allen Verdiensten bei der WM 2014 in Brasilien, nimmt Löw nun den traurigen Rekord des Vorrunden-Ausscheidens eines WM-Teams, für sich in Anspruch. Höchste Zeit für einen Neustart mit neuen Gesichtern!