Leserbrief

Leserbrief Zu „Die Person findet gut bestelltes Feld vor“ (FN, 11. April)

Nicht hoch genug einzuschätzen

Mit großem Interesse habe ich die Äußerungen von Gerhard Schmetzer gelesen, mit dem ich viele Jahre gemeinsam im Vorstand des FV Lauda die Geschicke des Fußballklubs mitgestalten konnte. Es waren intensive, nicht immer einfache, aber auch erfolgreiche Jahre.

Ehrenamtliches Engagement für den Sport ist mit Geld nicht aufzuwiegen. Aber wir alle wissen, dass es immer schwieriger wird, Persönlichkeiten für die Mitarbeit zu gewinnen. Nach dem bevorstehenden Abstieg in die Landesliga wird sich der Kassier – diese fast wichtigste Position im Vorstand wird mit Jochen Schildger optimal besetzt werden können – über die wieder stattlichen Zuschauerkulissen bei vielen Stadt- und Nachbarschaftsduellen freuen. Nicht zuletzt auch wegen dieser Aussichten und dem guten Namen des FV als sportliches – und schuldenfreies – Aushängeschild wird das Trainergespann mit Marcel Baumann, Dominik Gerberberich und Serdar Can alles tun, um wieder ganz vorne um die Meisterschaft mitspielen zu können.

Dass für eine Mitarbeit ein gut bestelltes Feld vorzufinden ist, wie im Interview zu lesen war, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, wenn man die früheren Jahre bedenkt, in denen zwar höherklassig gespielt wurde, aber die Finanzen immer eine Gratwanderung waren. Im Jugendbereich gab es ständige Wechsel und es fehlte die Kontinuität, die für mich besondere Bedeutung hatte, weil nur auf diese Weise talentierte Jugendliche für die erste Mannschaft zu gewinnen sind. Dass der FV gleichzeitig zum Ausbildungsverein für Nachbarklubs wurde, war – sportlich gesehen – eine ebenfalls erfreuliche Konsequenz. Inzwischen wird nach meinen Eindrücken im Jugendbereich wieder ganz tolle Arbeit geleistet.

Präsident Gerhard Schmetzer und seine Kollegen im Vorstand haben den Verein in den letzten Jahren erfolgreich saniert. Deshalb muss der Generationswechsel gelingen. Ich weiß, dass neben einem neuen Präsidenten der FV Lauda einen neuen Schriftführer und Beisitzer braucht.

Für mich ist es jedenfalls unvorstellbar, dass sich bei diesem Traditionsverein wegen der Vakanzen im Vorstand die Pforten des Vereinsheims und Sportgeländes schließen.