Leserbrief

Nie mehr auf ein Pferd

Zum Artikel „Totes Pferd: Vorwürfe gegen Rennverein“:

Ich habe mich etwa 18 Jahre mit dem Reitsport befasst. Ich bin tieftraurig über den Tod des Pferdes, aber es ist mir ein Trost, dass es – da wo es hoffentlich jetzt ist – die Brutalität und die Sensationslust der Menschen nicht mehr fürchten muss. Es ist Frieden und Freiheit.

Das Ergebnis meiner langen Reise: nie mehr auf ein Pferd. Es gibt in den Vereinen und anderswo Menschen und Pferde, die eine tiefe Freundschaft verbindet, es gibt aber auch oft Brutalität, Unverstand dem Tier gegenüber, Tierquälerei, die auf den ersten Blick nicht auffällt. Pferde begleiten uns seit Tausenden von Jahren, als der Mensch ihren Willen gebrochen hat. Wie sähe unsere Geschichte ohne Pferde wohl aus? Kriege und Schlachten, das Pferd wurde immer benutzt, weil sein Charakter so gut ist. Pferde gehen mit dem Menschen jeden Weg – gedankt wird es ihnen nicht oft. Man sieht auf den Turnieren die tollen Reiter mit ihren Medaillen. Durch wen haben sie die Medaillen denn? Durch ihr Pferd einzig und allein. (Petra Stacha, Mannheim)

Info: Originalartikel unter; http://bit.ly/2JyyFnd

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