Leserbrief

Zum Thema Bundesgartenschau

Nur im Einklang mit Natur und Mensch

Eine neue Bundesgartenschau verleiht dieser Stadt sicherlich viele neue und gute Impulse. Doch es stellt sich hierzu auch die Frage, welchen Preis hat das für unsere bestehende Mitwelt? In diesem Fall für all die Gärten, auf der Feudenheimer Au, die nun plötzlich weg gewalzt werden sollen, weil einige Herrschaften von oben das nun für ihre Großveranstaltung so gerne wollen. Ist Mannheim nicht groß genug, die Bundesgartenschau dahin zu verpflanzen, wo wirklich Eintracht mit allen Betroffenen herrschen kann.

Ladenburg hat zum Beispiel das in einer kleinen Garten-Show vorgemacht, wie so was gut mit allen gehen kann. Die Bundesgartenschau hat langfristig in erster Linie den Menschen hier vor Ort zu dienen - und genauso der Natur, die sich hier angesiedelt hat. Und das in allem auch so, dass hierbei keine finanziellen Risiken entstehen. Es muss doch nicht immer das Allerbeste, das Allerneueste sein. Wenn eine Buga, um überhaupt über die Runden zu kommen, vor allem erst mal kräftig in den Straßenbau investieren muss, dann hat das erst mal herzlich wenig mit der Ausrichtung zur Natur zu tun. Bundesgartenschau beinhaltet aber doch ein harmonisches Verhältnis zu der bereits bestehenden Naturlandschaft, wozu auch die liebevoll gehegten und gepflegten Kleingärten auf der Feudenheimer Au gehören.

Frühere Planer in Mannheim haben mit dem Projekt Waldpark einen positiven Beweis geliefert, wie dieses harmonische Miteinander von Natur, Mensch und Fluss vollzogen werden kann, ohne hierbei mit laufenden Nachfolgekosten überfordert zu werden, die letztlich jeder hier in dieser Stadt über entsprechende Steuergelder oder Eintrittsgelder zu bestreiten hat.

Also - Bundesgartenschau sehr gerne aber doch viel anders für Mannheims BürgerInnen heute und in der Zukunft.