Leserbrief

Offene Fragen zum Rheindamm

Zu den Leserbriefen „Was Leser zur Sanierung am Rheindamm sagen“ vom 31. August:

Das romantisch anmutende Foto zeigt einen Fußgänger auf der Krone des Rheindammes. Der befestigte Gehweg ist an dieser Stelle etwa 1,05 Meter breit. Beidseits der Gehwegkante fällt die Böschung ab. Die Bäume auf der linken Wegseite weisen einen Schrägstand von ein bis zwei Meter auf (bezogen auf den Bildausschnitt).

Zu bemerken ist, dass sich Baum eins nach rechts und Baum zwei sich nach links neigt. Die Baumkronen überspannen den Gehweg um mehr als das Doppelte! Auf der rechten Wegseite stehen unterhalb, am Dammfuß, mehrere Bäume mit einer beachtlichen Schräglage (nach links geneigt rund zwei Meter). Es ergeben sich mehrere Fragen:

1. Ob und wie soll der schmale Weg von schweren Lkw und Baufahrzeugen benutzt werden?

2. Wo und wie soll hier die Spundwand eingerammt werden?

3. Bekannterweise entspricht der Kronendurchmesser dem Wurzeldurchmesser der Bäume. Wird durch die Teilung des Wurzelballens das Wachstum der Bäume geschädigt und besteht durch die einseitige Verankerung im Boden die erhöhte Gefahr, dass bei Sturm die Bäume umgestürzt werden? Entsprechend der Dammhöhe von drei Metern befinden sich die Dammbäume auch drei Meter höher als der tieferliegende Waldpark und bilden damit eine zusätzliche Sturmangriffsfläche.

4. Der Damm ist rund drei Meter hoch. Hinzu kommt die Einbindetiefe in den Untergrund von bis zu fünf Meter? So dass die Höhe der Spundwand rund acht Meter betragen könnte. Diese Angaben wurden zumindest in früheren Sitzungen gemacht. Trifft dies zu?

5. Die Spundwand sperrt demnach zuverlässig Hochwasser von der Rheinseite ab. Gleichzeitig sperrt die Spundwand jedoch auch den Ablauf von Wasser, das vom Odenwald in den Rhein fließen will, ab. Wie fließt dieses Wasser ab? Welche Maßnahmen sind geplant?

Ich bin sehr gespannt auf die Diskussion am 23. September in der Rheingoldhalle und erwarte vonseiten des Regierungspräsidiums einige Antworten.

Eberhard Groß, Mannheim

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2mjSWTO

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