Leserbrief

Ohne Tüten-Kontrolle

Zum Artikel „Stadt will strenger gegen Hundekot vorgehen“ vom 15. Juli:

Das angesprochene Phänomen – der nächtliche Spaziergang mit seinem Hund – ist nicht gerade selten. Auch unser Hund reagiert auf für Hunde nicht geeignete oft achtlos weggeworfene Essensreste mit Durchfall. In den Garten können wir ihn nicht schicken, er hält sein Revier sauber. Also was soll es, für unsere Kinder sind wir auch nachts aufgestanden.

Bewaffnet mit ausreichend vielen Tüten und einer Rolle Haushaltspapier (falls er das Ziel nicht rechtzeitig erreicht) ab zum nächsten Feld. Und damit bin ich bei meinem eigentlichen Anliegen: die Entsorgung der Hinterlassenschaften unserer Vierbeiner. Es gibt für mich keinen Grund und keine Ausrede, die Kackhaufen liegenzulassen (die Windeln unserer Kinder haben wir doch auch entsorgt und nicht auf dem Trottoir abgelegt). Es ist schlichtweg eine Sauerei. Ich bin durchaus für ein höheres Bußgeld für Hundehalter, die ihrer Pflicht nicht nachkommen (in Frankfurt muss man dafür 300 Euro berappen).

Gegen die angedachte Regelung

Ich bin aber gegen die angedachte Regelung, mich kontrollieren lassen zu müssen, ob ich Hunde-Kot-Tüten eingesteckt habe. Was ist, wenn ich kurz zuvor meine letzte Tüte verbraucht habe? Werde ich dann trotzdem mit einem Bußgeld belegt? Und: Was ist mit dem anderen Abfall, den unsere sorglosen und rücksichtslosen Mitmenschen liegenlassen? Werden in Zukunft Fingerabdrücke der vielen am Feldrand hinterlassenen Pizzakartons, leeren Sekt-, Weinflaschen und Bierdosen entnommen?

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2K8zDTq