Leserbrief

Pflege am UMM über Jahre geschwächt

Zum Artikel „Pflegedirektor überraschend freigestellt“ vom 16. April:

Nachdem die Pflege über Jahre hinweg geschwächt wurde, zeigt sich nun das wahre Gesicht der Misere des Klinikums. Selbst in den Jahren, als das Klinikum noch schwarze Zahlen schrieb, blieb für die Pflege nichts hängen. Die Überschüsse wurden hemmungslos in fragliche Zukäufe investiert. Als ich 2009 nach 25 Jahren Klinikum als Pfleger frustriert und ausgepowert mit 50 Jahren im Klinikum kündigte, war das keine einfache Entscheidung für mich. Doch wenn ich mir nun ansehe, vor welchem Scherbenhaufen das Klinikum jetzt steht, kann ich mir nur selbst gratulieren und allen anderen im Pflegebereich tätigen Mitarbeiter ermutigen, es mir nach zu tun.

Keine Zukunftsvisionen

Den Karren in den Dreck hat nicht der Pflegebereich, sondern der Verwaltungs- und ärztliche Bereich am Klinikum gefahren. Ausgebadet haben das die Mitarbeiter vor allem im Pflegebereich. Seit der Umstrukturierung zur GmbH wurde die Pflege Schritt für Schritt abgebaut. Nun soll der Pflegebereich dem ärztlichen Sektor unterstellt werden. Das soll die Antwort auf die drückenden Probleme des Pflegedienstes am Klinikum sein? Karren an die Wand gefahren – und nun zahlen die Schwestern und die Pfleger am UMM die Zeche. Ich muss mich ernstlich fragen, inwieweit die Geschäftsführung des UMM qualifiziert ist, dieses Krankenhaus zu leiten. Zukunftsvisionen sehen anders aus.

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2qVkJJw