Leserbrief

Problem, wenn Antifa aufruft

Zum Artikel „Mannheimer setzen klares Zeichen gegen Rechts“ vom 27. Februar:

Linke, SPD und Grüne – und wohl auch die Antifa – waren in Feudenheim zahlreich vor Ort, um gegen die AfD-Veranstaltung zu demonstrieren, und Gerhard Fontagnier stellt unter Beifall fest, dass von Mitgliedern der CDU und der FDP jede Spur fehlt. Jetzt kann ich zwar nicht für alle CDU- oder FDP-Mitglieder sprechen, aber als langjähriges CDU-Mitglied und pensionierter Polizeibeamter ist es für mich (und viele andere in der CDU) ein Problem, an einer Veranstaltung teilzunehmen, zu der auch die Antifa aufruft.

Und dies erst recht, wenn man weiß, dass im Vorfeld der Kundgebungen Flyer geklebt wurden mit dem Aufdruck „No Nazis – no cops“. Wenn man auch noch in Erinnerung hat, dass in den vergangenen Jahren zweimal die Geschäftsräume der Jungen Union Mannheim, also der CDU-Nachwuchsorganisation, von linksextremen und der Antifa nahe stehenden Kreisen total entglast wurden und hierzu seitens einiger der teilnehmenden Gruppierungen und Rednern auch kein Ausdruck des Bedauerns geäußert wurde.

Extremistische Gruppen

Und ich glaube, auch die Mannheimer FDP hat nach den Vorfällen mit Beleidigungen und Bedrohungen ihrer Mandatsträger aus Kreisen der Antifa und linksextremen Gruppen in den letzten Wochen auch Gründe, nicht gemeinsam mit extremistischen Gruppen zu demonstrieren – auch wenn man in der Sache gleicher Auffassung ist.

Jürgen Dörr, Mannheim

Zum Thema