Leserbrief

Leserbrief: Zum Engagement der Stadt Lauda-Königshofen im Energiebereich

Regenerative Energien ausbauen

Im Jahr 1999 wurde dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit erstmals ein Energiebericht vorgelegt, in diesem heißt es: "Das von der Bundesregierung angestrebte Ziel, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2005 auf der Basis von 1987 um 25 Prozent zu senken, wurde von der Stadt Lauda-Königshofen bereits 1997 um 8,9 Prozent übertroffen".

Im Juli 2000 wurde die Stadt Lauda-Königshofen für ihr vorbildliches Engagement bei der Erzeugung von Solarstrom als zweite "Solar-Kommune" Deutschlands ausgezeichnet. Im Jahr 2007 wurde ihr der Klimaschutzpreis verliehen.

Die Stadt Lauda-Königshofen hat aber auch kräftig investiert und zahlreiche Einzelmaßnahmen realisiert: In das bestehende Nahwärmenetz im Schulzentrum in Lauda wurden die Bäder, das Stadion und das Feuerwehrgerätehaus integriert und eine Holzhackschnitzelanlage eingebaut. Auf diese Weise werden pro Jahr rund 500 Tonnen weniger CO2 ausgestoßen. Durch weitere Sanierungsmaßnahmen konnte die notwendige Heizenergie im Zeitraum von 1988 bis 2006 um 42 Prozent gesenkt werden.

Ein neues Blockheizkraftwerk in der Stadtmitte versorgt über ein Nahwärmenetz vier weitere städtische Gebäude mit Wärme und Strom und entlastet die Umwelt mit rund 300 Tonnen weniger CO2-Ausstoß im Jahr. Um die erreichten Energieverbrauchswerte zu halten und weitere Einsparpotenziale zu entdecken, wurde eine moderne Gebäudeleittechnik aufgebaut, die Computer gestützt alle relevanten Daten der vernetzten Gebäude bündelt und so eine zentrale Überwachung, Auswertung, Optimierung und Bedienung aller Anlagen ermöglicht.

Auf dem Dach des Martin-Schleyer-Gymnasiums wurde eine rund 300 m² Modulfläche umfassende 33-kWp-Photovoltaikanlage installiert. Sie liefert einen Ertrag von rund 30 000 kWh im Jahr und vermeidet weitere 18 Tonnen CO2-Emission pro Jahr.

Sechs der sieben Anlagen des sogennanten Solarstromparks Tauber-Franken (hierzu gehören beispielsweise die Tauber-Frankenhalle in Königshofen, die Mehrzweckhalle in Oberlauda bzw. das Dorfgemeinschaftshaus in Beckstein) mit einer Gesamtleistung von 275 kWp wurden auf der Gemarkung Lauda-Königshofen durch eine ortsansässige Firma errichtet.

Viele weitere städtische Dächer, die für die Nutzung von Sonnenenergie geeignet sind, wurden an Investoren vermietet.

Dies spart pro Jahr weitere 95 Tonnen CO2 ein.

Der Einsatz von Regenerativer Energien schafft auf Dauer mehr Arbeitsplätze als eine verkehrpolitisch umstrittene Bahnunterführung, auch wenn Unternehmer diese wollen".