Leserbrief

Rheinbrücke Mannheim-Altrip wieder aufleben lassen

Zu den Artikeln „Salierbrücke als Einbahnstraße?“ vom 13.3. und „,Schöne Pause’ und ,große Sorge’“ vom 21.4.:

Im letzten Absatz des Artikels vom 13. März heißt es, es gebe zu wenig leistungsfähige Rheinquerungen zwischen Wörth und Worms. In diesem Zusammenhang möchte ich auf die seinerzeitigen Auseinandersetzungen mit der Gemeinde Altrip zurückkommen.

Das ist inzwischen schon lange her und das ganze Projekt ist wohl auch aus der Planung herausgenommen. Nur durch die vehementen Einsprüche der Bürger von Altrip wurde das Konzept gecancelt, obwohl – sowohl auf rheinland-pfälzischer als auch auf Mannheimer Seite – bereits die Anschluss-Verkehrswege fertiggestellt waren. Eigentlich hätte man doch erwarten können, dass die damaligen Politiker und Planer in die Zukunft hätten schauen müssen. Gerade im Hinblick auf die Städte Mannheim und Ludwigshafen als Industrieballungszentren, wo die arbeitenden Menschen sowohl von der einen als auch von der anderen Rheinseite kommen.

Stattdessen hat man eine Fähre etabliert, die einerseits sehr teuer ist, zum Beispiel bei Reparaturen und Ausfallzeiten, Personal und so weiter. Andererseits gibt es Ausfälle wegen Hoch- und Niedrigwasser. Es kommt hinzu, dass bei starkem Verkehr teilweise längere Wartezeiten entstehen. Außerdem sind die Betriebszeiten eingeschränkt.

Chaos wegen Hochstraße

Wie man liest, soll die Speyerer Brücke teilweise gesperrt werden. Es gibt Überlegungen, die Brücke zu verbreitern und übergangsweise eine zusätzliche Fährverbindung einzurichten. In Ludwigshafen soll die Hochstraße abgerissen werden, dementsprechend wird auch dann wieder Chaos entstehen, was ja natürlich auch jetzt schon der Fall ist. Siehe auch die neuen Berichte „,Schöne Pause’ und ,große Sorge’“ des „MM“ vom 21. April. Verschiedentlich wird auch vom Handel reklamiert, dass eine neue Rheinquerung erforderlich ist. Ich muss noch einmal darauf zurückkommen, dass die damaligen Planer und Politiker absolut keinen Weitblick hatten. Ebenso, dass man der recht kleinen Gemeinde Altrip das Vorrecht zubilligte, gegen das Allgemeinwohl – die Einstellung des damals geplanten Brückenbaus – zu stimmen und man dem sogar noch nachgekommen ist.

Hätte man damals eine neue Brücke gebaut, wäre die gesamte Problematik heute kein Thema mehr. Kann man denn die damalige Planung Rheinbrücke Altrip-Mannheim im Allgemeinen Interesse denn nicht wieder aufleben lassen – und dies im Eilverfahren?

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2Kvjedk http://bit.ly/2KxELlJ