Leserbrief

Leserbrief Zur geplanten Energiewende

Sachliche Diskussion nicht zugelassen und unterdrückt

Die Energiewende wurde vor einem Jahr durch das Erdbeben mit der Flutwelle in Japan und dem davon ausgelösten Atomunglück in Fukushima in Deutschland von der Politik abrupt eingeleitet. Die Sensationspresse drängte die Politik zur Eile. Angeblich waren 90 Prozent der Bevölkerung für den sofortigen Ausstieg. Eine sachliche Diskussion über einen Strommix-Ausstieg wurde von der Presse nicht zugelassen beziehungsweise unterdrückt.

Nach einem Jahr kommt Ernüchterung in der Energielandschaft auf. Die Umsetzung kommt ins Stocken, weil der Bürger überall vor Ort sein Veto einlegt: Energiewende bitte bei den anderen, nicht in einem Umkreis von zehn Kilometern bei mir.

In alten Trott verfallen

Kurz aufgeschreckt durch das Unglück vor einem Jahr, verfallen sie alle wieder in den alten Trott. Die Öko-Marketingwerbung hat eine grüne Hirnwäsche beim Bürger vorgenommen, denn nur der grüne Strom kommt aus der Steckdose !!!

Diese Fakten sind für meinen Leserbrief nur die Einleitung, denn mein Blick geht in die Zukunft. Die Presse hat bekannt gegeben, dass wir im letzten Jahr in ganz Deutschland nur knapp einem Strom-Blackout entkommen sind. In Norddeutschland war der Notfall eingetreten: für drei bis vier Tage gab es in zahlreichen Landkreisen keinen Strom. Die Niederländer waren ebenfalls zum gleichen Zeitraum mehrere Tage ohne Strom. Der Strom-Blackout ist bereits real.

Vor ein paar Tagen hat unsere regionale Presse berichtet, dass in der Großen Kreisstadt Bad Mergentheim, im Ortteil Markelsheim, für fünf Stunden der Strom ausgefallen ist. In Geschäften, Betrieben, Wohnhäusern und Haushalten gab es keinen Strom mit allen Konsequenzen. Selbst die gesamte Kommunikation zum Beispiel mit dem Handynetz war zusammengebrochen. Für mich als Bürger stellen sich zwei ganz einfache Fragen:

Kann der Main-Tauber-Kreis mit seinen Städten und Gemeinden wegen der Energiewende die Grundversorgung in der dunklen Jahreszeit und bei einer Kältewelle für 1000 und mehr Bürger sicher stellen, wenn ein Strom-Blackout eintritt? Kann die öffentliche Verwaltung ohne großen Mehraufwand für vier Tage mit Notstromaggregaten die Grundversorgung mit warmen Gebäuden und Verpflegung für die Bürger vor Ort anbieten?

Selbst in der kleinen Gemeinde Markelsheim hat der fünfstündige Stromausfall eines realistisch aufgezeigt, nämlich dass so ganz nebenbei das gesamte Telefon- und Handynetz zusammengebrochen ist. Ein Alptraum für die junge Generation Handy ohne Empfang (Computer ohne Netz) in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen oder in ihrem Landkreis.

Kann der Bürger bei einem Strom-Blackout wenigstens über den Notruf die Polizei, die Feuerwehr, den Arzt und die Rettungssanitäter des Roten Kreuzes telefonisch erreichbar? Was ist mit dem digitalen Rundfunk- und Fernsehnetz beim Strom-Blackout?

Ich gehe davon aus, das bei einem totalen Stromausfall das gesamte Telefon- und Satellitennetz ausfällt/ zusammenbricht. Da stellt sich für mich die Frage: Warum haben die Telefongesellschaften mit ihren Milliardengewinnen keine Vorsorge getroffen, dass die Sendemasten mit einem Notstromaggregaten ausgerüstet sind?

Ein ganzes Jahr seit der Energiewende hatten die öffentliche Verwaltung und die Telefongesellschaften Zeit, sich auf das Szenario des Strom-Blackout vorzubereiten. Hören wir uns an, was man dem Bürger vor Ort demnächst als Wahrheit auftischen will.