Leserbrief

Sattelfeste Verordnung fehlt

Zum Artikel „Zahl der Kampfhunde steigt um ein Viertel“ vom 24. Januar:

Es geht nicht darum, solche Tiere herunter zu machen. Dennoch gilt: Sie sind von Menschen entsprechend kämpferisch hergerichtet beziehungsweise ausgebildet worden. Und das kann Folgen haben, besonders dann, wenn diese Tiere in Stress-Situationen hineingeraten. Gefährdet sind in diesem Fall vor allem Kinder, ältere Menschen und andere Hunde.

Kampfhunde können sich so in andere Hunde hinein verbeißen, dass diese keine Chancen mehr darauf haben, hierbei noch zu überleben. Auf jeden Fall tragen sie bei diesen Auseinandersetzungen mindestens schwere Verletzungen davon. Und oft wird dann auch der Halter oder die Halterin des angegriffenen Hundes bedroht. Wer konnte so etwas überhaupt vor Ort genehmigen, dass sich die Anzahl von diesen Kampfhunden um so eine Zahl vergrößern konnte?

In unserem Land scheint wohl inzwischen vieles einfach so möglich zu sein. Man pocht auf sein freies Recht, das zu veranstalten, was einem so allerbeste Laune macht – und sich das einfach so zu erlauben, ohne sich groß noch darüber Gedanken machen zu wollen. (Manfred Fischer, Mannheim)

Es ist schon seltsam, dass man in Baden-Württemberg nicht dazu übergehen kann, eine sattelfeste Hundeverordnung zu platzieren, die den Hunden gerecht wird. In Schleswig-Holstein und anderen Bundesländern in der Republik ist man da schon um Jahre voraus.

Und man kann damit gut leben. Kein Hund ist ein Kampfhund. Das weiß jeder, der sich auch nur 15 Minuten mit dieser Thematik beschäftigt hat. Am anderen Ende der Leine spürbare Sanktionen einzuführen, dazu ist man wohl offensichtlich nicht im Stande. (Fritz Michael Jung, Darmstadt)

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2t6Ksj8