Leserbrief

Zum Thema Buga

Schlechte Botschaft

Archivartikel

In den 90er Jahren hatte die Sparkasse Mannheim, beaufsichtigt vom Verwaltungsrat und Kreditausschuss der Sparkasse, denen beiden der damalige Oberbürgermeister vorsaß etwa 400 Millionen Euro versenkt, Schulden, deren Abtragung im Jahr 2019 mit einer letzten Zahlung von 6,8 Millionen Euro abgeschlossen sein soll. In der Haushaltsdebatte argumentiert nun der Sprecher der SPD, dass ab 2020 damit ja dieser Betrag im Stadtetat jährlich "frei" würde. "Dieses Geld", nämlich "rechnerisch" 27,5 Millionen Euro bis 2023, ließe sich dann für die Buga verwenden. Ist das allen Ernstes die betriebswirtschaftliche Einstellung des Stadtrates und der Verwaltung? Die Abbezahlung einer selbstverschuldeten Pleite ist der kaufmännische Normalzustand, und ohne diesen hat man Mittel "frei"? Oder etwa: Wenn Mannheim die eine Pleite abgetragen hat, plant es aktiv die nächste? Ist das die Botschaft? Bei dieser Mentalität muss man sich nicht wundern, wenn Mannheim hohe Schulden hat, und deshalb die nötigsten Dinge auf die lange Bank schieben muss.