Leserbrief

Schlechte Theatervorstellung im Bezirksbeirat

Zum Artikel „Stadt hat keine Möglichkeit“ vom 26. Juli:

Da wir leider auch vom zunehmenden Fluglärm im Mannheimer Norden betroffen sind, waren wir zwei der vielen interessierten Bürger, die an diesem Abend im Käfertaler Kulturhaus anwesend waren. Der Sitzung des Käfertalers Bezirksbeirates und den städtischen Vertretern sahen wir mit einer gewissen Erwartung entgegen und freuten uns auf einen konstruktiven Abend. Als zweiten Tagungsordnungspunkt wurde über die zunehmende Beeinträchtigung durch Fluglärm referiert. Es wurden Diagramme und Schaubilder gezeigt, die ohne jeglichen Zweifel die zunehmenden Flugbewegungen über dem Mannheimer Norden belegten. Nachdem auch einige Bürger ihren Unmut darüber kundgetan hatten, dass es zum Teil schlafraubenden Lärm über diesem Stadtgebiet gibt, waren wir sehr gespannt, in welcher Weise die Stadt seinen Bürgern Unterstützung anbieten würde.

„Fühlt sich im Stich gelassen“

Was dann seitens des Bezirksbeirats und der städtischen Vertreter folgte, kann man nur als schlechte Theatervorstellung bezeichnen. Man speiste uns mit lapidaren Ausführungen über angeblich eingehaltene Flughöhen und Flugzeiten ab. Auf Ausführungen der Bürgerinitiative „Fluglärm“ über eben nicht eingehaltene Flughöhen und Zeiten, wurde gar nicht erst eingegangen. Man könne sich ja als Bürger bei der Deutschen Flugsicherung beschweren, so die Aussage des städtischen Vertreters.

Als Bürger fühlt man sich schlichtweg von der Stadt sowie den gewählten Mitgliedern des Bezirksbeirats in dieser Situation im Stich gelassen. Zu bedenken gilt es auch, dass die Stadt in ihrem neuen „Prestige-Wohngebiet“ auf Franklin eben genau diesen Fluglärm billigend in Kauf nimmt!

Dies wäre beziehungsweise ist die Konsequenz in Bezug auf die Aussage des städtischen Vertreters, dass es sich um eine Angelegenheit auf Bundesebene handelt und die Kommune vor Ort keinerlei Einflussmöglichkeiten besitzt. Hat die Mannheimer Politik nicht auch Vertreter im Stuttgarter Landtag sowie Berliner Bundestag, egal welcher Parteizugehörigkeit?

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2KhWxtE