Leserbrief

Schuldiger ist unser Staat

Zum Artikel „Ali B. bittet um Entschuldigung“ vom 13. März:

Auf diese Entschuldigung, dem Angeklagten von seinem Anwalt nahe gelegt und emotionslos ausgesprochen, können die Eltern der ermordeten 14-jährigen Susanna verzichten. Warum nur, werden sie sich vielleicht fragen, hat sich unsere Tochter mit einem 22-jährigen Iraker eingelassen? Haben wir vielleicht sogar eine Mitschuld, weil wir diese Beziehung nicht verhindert haben?

„Keine Hetze gegen Flüchtlinge“ steht auf dem Schild eines Demonstranten. Der Andere möchte „Keine Kuscheljustiz für Moslems“. Beide haben ein Recht. Nein, der Schuldige Nummer eins ist unser Staat und die lasche Handhabe notwendiger Maßnahmen. Egal, ob es sich um die Morde in Wiesbaden, Mainz, Worms, Kandel oder anderswo handelt, fast immer ist der Täter ein abgelehnter, frustrierter Asylbewerber, der oft schon polizeibekannt war.

Ankerzentren nötig

Wann endlich kapiert es die Politik und alle ideologisch grün-rot gestrickten Weltenversteher, dass nicht nur bedauernswerte, traumatisierte Flüchtlinge zu uns kommen, sondern auch solche, die durch Kultur, Religion, Ideologie, Armut, Krieg leicht zu Gefährdern unserer Gesellschaft werden können, wenn sich ihr Asylwunsch nicht erfüllt und der Traum von Glück und Reichtum in Europa zerplatzt. Ankerzentren an deutschen Grenzen und als Ziel an der europäischen Außengrenze, wie sie Minister Seehofer vorgeschlagen hat, wurden von SPD und Grün geführten Bundesländern gleich wieder zerredet. Aber es gibt keinen anderen, sinnvollen Weg. (Peter Krebs, Mannheim)

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2HSfjbC