Leserbrief

Schule für alle muss sein

Zum Debattenbeitrag „Warum muss Schule neu erfunden werden, Herr Hauschke?“ vom 8. Juni:

Ja, Herr Hauschke, all Ihren Beispielen dafür, wie das heutige Schulsystem Kinder und Jugendliche demotiviert und beschämt, kann ich leider nur zustimmen und die daraus resultierenden Forderungen nach motivierendem, individuellem und herausforderndem Lernen von ganzem Herzen unterschreiben!

Einen Aspekt für „eine radikale Veränderung des Schulsystems“ möchte ich noch hinzufügen: Eine Schule für Alle, von Kindern und Jugendlichen mit Handycaps bis zu „Hochbegabten“, muss das viergliedrige deutsche Schulsystem ersetzen. Als Lehrerin einer inklusiven Gesamtschule habe ich die Vorteile erlebt, wenn nicht nach unten ausgesiebt und somit demotiviert wird. Das Leben und Lernen mit den Kindern und die große Zustimmung der Eltern hat uns Lehrkräfte in unserer Arbeit bestärkt.

Ich wünsche mir, dass viele Politiker, die in den meisten Fällen ihre eigenen Erfahrungen in einem Gymnasium gewonnen haben, sich mit ihren Forderungen unvoreingenommen auseinandersetzen und mutig an der Gestaltung von pädagogischen Räumen, wo Neugier, Selbstvertrauen und individuelle Lernwege Platz haben, arbeiten. (Barbara Edel, Mannheim)

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2Kp67O7

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