Leserbrief

Schwacher Beschluss

Zum Artikel "Unmut der Anwohner wächst" vom 15. September:

Geplante Umwidmung der Rheinallee in Helmut-Kohl-Allee. Stadtrat Ludwigshafen und Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse haben sich zum Ende ihrer Amtszeit keinen guten Abgang verschafft.

Ausgerechnet den Anliegern einer erst vor zwei Jahren umbenannten Straße wollen sie eine erneute Umwidmung zumuten. Statt angesichts der sofort einsetzenden Unmutsäußerungen der Betroffenen ihren Beschluss zu überdenken und zurückzunehmen, lädt die Oberbürgermeisterin zum 24. Oktober 2017 zu einer Anwohnerversammlung ein. Als ob es in ganz Ludwigshafen keine andere Straße oder einen Platz gäbe, Herrn Kohl zu gedenken. (Liselotte Honigmann, Ludwigshafen)

Nicht so hohe Wellen

Die Überführung des Sarges nach Speyer hat nicht so hohe Wellen geschlagen, wie jetzt die Umbenennung der Rheinallee. Was hat Stadtverordnete dazu getrieben, Herrn Kohl so heimlich und so überhastet örtlich zu verewigen?

Und nur schlappe 750 Meter + X, ein Straßenschild vorn, eines hinten. Das als Ehrung für den Sohn der Stadt (?), den Schwarzen Riesen, den großen Europäer, den Vater der deutschen Einheit, und und und... Mehr soll er nicht wert sein? Da muss ich Martin Luther zitieren: " Aus einem verzagten Rathaus kommt kein mutiger Rat 'raus." Hier muss mehr für ihn drin sein! Die neue Stadtstraße ist seine Straße.

Strack geradeaus und auch gebogen, von unten nach oben, Abriss und Aufbau, von West nach Ost. Pasadenaallee plus Helmut-Kohl-Boulevard. Welche Symbolik! 40 000 Bürger passieren täglich seinen Namen - wer wollte mehr. (Jürgen Althoff, Ludwigshafen)