Leserbrief

Leserbrief Zu „Hartes Finale in Berlin“ (FN, 6. Februar)

Seine Glaubwürdigkeit in Frage gestellt

Nachdem Martin Schulz, siegesgewiss und erhobenen Hauptes sich dem erstaunten Publikum als „den neuen Bundeskanzler“ vorstellte, hofften die SPD-Genossen, dass er sich als Retter der versinkenden Partei dazu fähig sei. Durch Gestik, ungedeckte Wahlversprechungen und eigene „europäische Zukunftsvisionen“ versuchte er recht eindrucksvoll, aber wenig überzeugend, als kompetenter Kandidat angesehen zu werden.

Ein moderneres Outfit sollte helfen, sein Erscheinungsbild zu verbessern.

Auf dem geplanten Weg ins Kanzleramt geriet er jedoch ins Schleudern, grad’ so, wie auf einer spiegelglatten Slalom-Piste. Mal rechts, mal links’, rutschte er rund um die Stäbe, bis zum Sturz.

Nun denn, vielleicht wäre es wirkungsvoller umzuschalten auf: Mal Ja, mal Nein.

Dieser taktische Wandel erschreckte seine Wähler und stellt bis heute, mit recht, seine Glaubwürdigkeit in Frage.