Leserbrief

Leserbrief Zum Bericht „Ende der Willkommenskultur“ (FN, 25. Juni)

„Sie werden willkommen geheißen“

Mit solchen Schlagzeilen wie „Ende der Willkomenskultur“ mag mandie Auflagen der Zeitungen vielleicht erhöhen! Wer alles in der offenen BRD-Gesellschaft hatte Frau Merkel für den christlichen Dienst nicht verspottet oder gar Vorwürfe gemacht, sie sei für die Katastrophe verantwortlich, als sie die Flüchtlinge im Spätherbst 2015 willkommen hieß!?

Von den Medien wurde fast jeden Tag ein Zustrom von Flüchtlingen veröffentlicht.

Von den vielen menschlichen und christlichen Bürgern, die Tag und Nacht die Flüchtlinge willkommen hießen, war im Verhältnis zu der ersten Schlagzeile fast gar nichts zu sehen und zu hören. Im Gegenteil.

In den wunderschönen Ort Hardheim wurde ein Kamerateam geschickt. Man wollte den Bürgermeister in die rechte Ecke stellen, weil er den Flüchtlingen einen Handzettel gab, auf dem stand, wie man in Deutschland mit dem Müll umgeht.

Wenn der Essener Tafel ebenfalls unterschwellig Ausländerfeindlichkeit unterstellt wird, weil die Verantwortlichen es nicht mit ansehen konnten, wie die älteren Menschen durch junge Männer an den Rand gedrängt wurden, dann stimmt wohl vieles nicht in der medialen Wahrnehmung.

Nun also „muss“ die EU handeln, weil die Mitgliedstaaten und die vielen Bürger nicht willens sind oder sich überfordert fühlen, alle Menschen auf dieser einen Welt in ihren Ländern unterzubringen.

Das hat mit dem Ende der Willkommenskultur aus meiner Sicht gar nichts zu tun. In Deutschland kommen Jahr für Menschen zu uns – und die werden willkommen geheißen.