Leserbrief

Sinnlose Ausgaben

Zum Artikel: „Strom für Verbraucher so teuer wie nie“ vom 2. April:

Im Artikel wird berichtet, dass die Stromkosten in Deutschland einen neuen Höchstwert (knapp 30 Cent pro Kilowattstunde) erklommen haben. Die jüngsten Kostenerhöhungen gehen auf den Anstieg der Beschaffungskosten zurück. Der erreichte Spitzenwert ist sicherlich ein Anlass, einmal bezüglich der Entwicklung der Stromkosten Bilanz zu ziehen – und die sieht nicht gut aus.

Unsere Stromkosten liegen für Verbraucher in Europa an der Spitze. Da die administrativen Bestandteile am Endpreis 55 Prozent der Gesamtkosten ausmachen, ist und bleibt der Staat bei unseren Stromkosten der Hauptkostentreiber. Die administrativen Kosten sind nicht unvermeidbar, sondern willkürlich von unseren Politikern beschlossen. Wenn aber die Kosten durch Preisaufschläge des Staates bis an die Spitze ausgereizt sind, dann machen sich Erhöhungen der Marktpreise besonders bemerkbar.

Kosten trägt der Verbraucher

Ein nicht unwesentlicher Teil dieser staatlich veranlassten Kosten ist die Umlage für die erneuerbaren Energien, mit der Windräder, Photovoltaik und Biostrom subventioniert werden. Minister Altmeier hat diese Umlage vor Jahren in der Summe mit einer Billion Euro beziffert, nach neueren Schätzungen dürfte sie auf 1,5 Billionen Euro steigen. Diese Kosten trägt der Endverbraucher allein, was er allerdings nicht merkt, da sie in seiner Stromrechnung und in den Preisen von Waren und Dienstleistungen versteckt werden. Auf einen Vierpersonenhaushalt entfallen rechnerisch damit etwa 60 000 Euro. Zu allem Überfluss wird mit diesem finanziellen Aderlass auf der Welt keine Tonne CO² weniger produziert. Der Gewinn für die Umwelt ist gleich Null – 1,5 Billionen Euro werden für eine politische Fiktion sinnlos zum Fenster hinausgeschmissen.

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2G2i9cV