Leserbrief

Soddy fehlte der rote Faden

Zum Artikel „Die Überwindung des Menschen“ vom 5. Juni:

Vorrangig beschreibt der Kritiker in blumigen Worten und mit an Selbstdarstellung grenzendem musikgeschichtlichem Hintergrundwissen diese dritte Sinfonie von Gustav Mahler. Meiner Ansicht nach wenig kritiklos wird die Leistung der Mitwirkenden, speziell des Dirigenten bewertet – womöglich aufgrund der Begeisterung des Publikums. Mir persönlich fehlte bei Herrn Soddys Interpretation der „rote Faden“.

Posaunist besonders gefeiert

Die ruhigen Teile, die diese Sinfonie überwiegend hat, waren oft ohne Spannung, was zu einer gewissen Ermüdung beim Zuhören führte. Das Nationaltheaterorchester ist ein hervorragender Klangkörper! In meinen Augen kann dieser Dirigent jedoch das Potenzial nicht immer abrufen.

Der Kritiker erwähnt nur allgemein die solistischen, „meisterhaft umgesetzten“ Einzelleistungen der Musiker. Für mich waren die außerordentlichen, herausragenden Einzelleistungen dieses Konzertes das Posthorn und die Solo-Posaune. Der Posaunist wurde besonders gefeiert, weil er in Rente geht. Sein Einsatz und seine Perfektion in seinem letzten Konzert waren beeindruckend und hätten meiner Meinung nach eine extra Erwähnung verdient. (Hannah Maier, Mannheim)

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/2MGJsi7

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