Leserbrief

Leserbrief Zum Kommentar über die Ereignisse innerhalb der Bundeswehr (FN 21. Januar)

Soldaten brauchen Verteidigungsminister

In den FN las ich am 21. Januar den Kommentar von Martin Ferber zu den noch nicht einmal jüngsten Ereignissen innerhalb der Bundeswehr. Sicherlich ist es richtig, dass alle Vorkommnisse, die Leben gefährden, untersucht werden müssen. Aber diese jetzt dem Verteidigungsminister anzulasten, das glaube ich, ist zu einfach. Vorkommnisse dieser Art hat es, seit die Bundeswehr besteht, schon immer gegeben. Ich will sie nicht entschuldigen, aber es wird zurzeit alles, was aus Richtung Bundeswehr kommt, dermaßen schlecht hingestellt, da kann und will ich einfach nicht mehr dazu schweigen.

Gibt es für uns Bürger nicht eine viel größere Pflicht, als uns über Ereignisse aufzuregen, die erstmal nur vage in die Öffentlichkeit dringen? Wie kann Herr Ferber davon sprechen, dass die Bundeswehr die Soldaten schlecht behandelt? Ich bitte Sie, Herr Ferber, kommen Sie bei uns vorbei, dann kann ich Ihnen eine gute Geschichte erzählen!

Es regt sich niemand darüber auf, zumindest lese ich nichts davon, dass fast täglich unsere Soldaten in Hinterhalte in Afghanistan kommen und um ihr Leben kämpfen. Das ist wahrscheinlich nicht interessant, weil man davon nicht betroffen ist, keiner ihrer Söhne oder Töchter sind vielleicht dabei und sie alle müssen nicht schlaflos die Nächte überstehen! Aber wenn sich etwas ereignet, was sicherlich auf falschem Umgang mit der Waffe zurückzuführen ist, dann erheben sich die Gemüter, aber auch hier ist kaum jemand richtig informiert!

Das macht mich wütend, denn denken Sie bitte daran, alle, die gewählt haben, haben ihre Stimme auch den Abgeordneten gegeben, die für den Einsatz in Afghanistan gestimmt haben, und das schon lange vor der schwarz-gelben Regierung!

Aufklärung tut not! Wie wahr sind doch diese Worte, wenn sie denn auch überall angewandt werden! Informieren Sie sich, schauen Sie nicht weg, das sind wir unseren Soldaten schuldig, denen, die Gott sei Dank noch leben, aber vor allem denen, die gefallen sind! Und die brauchen diesen Verteidigungsminister, der für seine Soldaten da ist!