Leserbrief

Sorgsame Ausgleichspflanzung muss her

Zum Artikel „Kahlschlag stößt auf Ablehnung“ vom 19. Juni:

Extremwetterlagen häufen sich; noch vor wenigen Wochen mussten viele Mannheimer und viele Nachbarn in anderen süddeutschen Städten ihre Häuser leerpumpen – bei schönem Sommerwetter gerät das schnell in Vergessenheit. Es kann aber weit schlimmer kommen: Hochwasser kann ohne Vorwarnung ganze Stadtteile verwüsten und sogar Menschenleben fordern.

Der Mannheimer Süden soll durch einen Damm vor Rheinhochwasser geschützt werden, der längst in die Jahre gekommen ist. Bereits bei früheren Hochwasserständen musste er mit Sandsäcken gesichert werden, jetzt steht endlich seine umfassende Ertüchtigung an. Dafür will das Land viel Geld aufwenden, das in der Stadt hoch willkommen sein dürfte.

Gegen dieses Bauvorhaben wird nun jedoch in einer populistischen Online-Petition Einspruch erhoben. Auch der „Mannheimer Morgen“ berichtete mehrfach über Lindenhöfer Mitbürger, die voreilig die bestmögliche Stabilisierung des Rheindammes in Frage stellen. Sie mögen sich aber bitte die Bilder überfluteter Häuser und Straßen noch einmal genau ansehen, um ihren Protest zu überdenken, obwohl es wahrscheinlich unausweichlich ist, dass wertvolle Bäume der Ertüchtigung geopfert werden müssen. Wir sollten uns vielmehr dafür einsetzen, dass sorgsame Ausgleichspflanzungen vorgenommen werden – schon alleine im Sinne des Klimaschutzes.

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2MlASjJ