Leserbrief

Soziale Berufe zu wenig wertgeschätzt

Zum Artikel „Stadt sucht Mitarbeiter für Kitas“ vm 18. Juli:

Wieder einmal zeigt sich, welche Wertschätzung soziale Berufe erfahren. Die Stadt plant, ab dem 1. September zur Unterstützung von Erzieherinnen Personen einzusetzen, die eine abgeschlossene Berufsausbildung im künstlerischen oder einem kreativen Bereich vorweisen können oder ein laufendes Studium in den Bereichen Erziehungswissenschaften oder Sozialpädagogik. Wobei selbst das nicht zwingend erforderlich ist, aber von Vorteil wäre.

Eltern fragen

Warum fragt man dann nicht gleich Eltern, die schon ein oder zwei Kinder haben. Sie haben zwar keine pädagogische Ausbildung, aber praktische Erfahrung, was mindestens genauso wertvoll sein kann. Ähnliches erlebe ich bei meiner Arbeit als Physiotherapeut im Krankenhaus, wo ich seit fast 25 Jahren tätig bin.

Dort übernehmen Physiotherapeuten nicht selten die Arbeit von Ergotherapeuten. Wenn möglich würde man die Physio‘s und Ergo‘s in einem halbtägigen Kurs in der Logopädie fortbilden, um deren Aufgaben im Notfall auch übernehmen zu können.

Es wird nur noch schlimmer

Es bestätigt sich das, was ich schon während der Coronakrise befürchtet habe. Anstatt besser wird es nur noch schlimmer. Zum Schluss noch ein Vorschlag an die Stadt: Sollte in den Amtsstuben ebenfalls Personalmangel herrschen, könnte man dort ebenso Personen aus dem künstlerischen oder kreativen Bereich einsetzen, denn diese Fähigkeiten sind dort offensichtlich sehr gefragt.

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3ePeGMW