Leserbrief

Spaßradeln spart nichts

Zum Thema: Stadtradeln

Wohlwollend habe ich die Berichte und Ergebnisse des „Stadtradelns“ wahrgenommen. Habe mich als aktiver Radler (kein Auto) auch gefreut, dass die Aktion ein dermaßen großes Echo gefunden hat. Aber richtig ist Ihr Bericht über die gesparten Tonnen Schadstoffe nicht, denn er verzerrt die Tatsache und lässt manch Beteiligten glauben, was man Gutes getan hat. Gesparte Schadstoffe sind die, die nicht anfallen, wenn man das Rad statt des Autos nutzt, nicht dagegen, wenn man bei einer Aktion mal aus Lust einfach so mitradelt und aus Freude und falsch verstandenem Ehrgeiz Kilometer sammelt.

Vielleicht ist der Eine oder Andere dabei auf den Geschmack gekommen und benutzt das Rad jetzt öfters als vorher, das wäre schön. Sicher sind es leider nur ganz Wenige, denn Zeitdruck und Bequemlichkeit verhindern beim deutschen Bürger oft, was man sich so vorgenommen hat.