Leserbrief

Sport neben der Autobahn

Zum Thema: Künftige Nutzung der ehemaligen Stem-Kaserne

Welch ein Wahnsinn! Andere Städte sperren die Innenstadt für Autos, um Menschen vor Feinstaub und Abgasen zu schützen und Mannheim will 65 Meter neben die A 656 auf das Stem-Kasernengelände einen Sportpark für die TSG bauen! Schon der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Friedrichsfeld hat vor zehn Jahren eine Überschreitung der Feinstaubgrenzwerte an 21 Tagen/Jahr prognostiziert.

Zwischenzeitlich sind zusätzliche Belastungen durch viele Logistk-Firmen, massiv gewachsenen Verkehr an Diesel-LKW und Diesel-Transportern hinzugekommen. Außerdem hat der Neubau der Lagerhalle von Luschka und Wagenmann parallel zur A 656 eine zusätzliche Kesselbildung im Bereich der Autobahn gegenüber von Stem gefördert. Es ist insofern eine weitere Zunahme der Schadstoffe auf dem Gebiet von Stem anzunehmen.

Und selbst wenn die gesetzlichen Grenzwerte für Schadstoffe eingehalten würden, so beziehen sich diese auf eine Wohn- und Freizeitnutzung. Nicht auf eine erhöhte körperliche Belastung im Rahmen von sportlichen Aktivitäten. Würden Sie Ihre Kinder tatsächlich gemessene 64,50 Meter von der Autobahn entfernt in einer offenen Kalthalle Fußball spielen lassen, bis sie außer Puste sind? Soll Mannheim Geld ausgeben für Sportstätten, die gegebenenfalls künftig nicht genutzt werden (dürfen?)? Ein Lehrschwimmbad mit Feinstaubfilter?