Leserbrief

Stadt lässt sich auf der Nase herumtanzen

Zum Artikel „Müllsünder zahlen bald deutlich mehr“ vom 27. März:

Was man in Mannheim bezüglich Sauberkeit ansehen muss, ist wirklich das Letzte. Die ganze Stadt ist dreckig, Unrat liegt neben den Abfallbehältern. Fast-Food-Verpackungen und Essensreste liegen zuhauf herum. Zigarettenkippen verdrecken Gehwege und Baumscheiben. Kaugummi „verziert“ überall die Gehwege. Nicht angeleinte Hunde und nicht aufgenommener Hundekot nerven die Fußgänger. Jede Menge Kabelbinder hängen noch an Masten und Stangen und erinnern an die letzte Wahl.

All das sind Ordnungswidrigkeiten, die die Politik und Verwaltung nicht in den Griff bekommen. Das Thema mangelnde Sauberkeit in Mannheim wird von der Bürgerschaft seit langem beklagt. Immer wieder wurde gefordert, die Bußgelder drastisch zu erhöhen, mit dem Argument, verantwortungslose Zeitgenossen überzeuge man nicht durch „freundliche Ansprache“. Offensichtlich hat das baden-württembergische Umweltministerium die Sachlage erkannt und die Bußgelder für Umweltverstöße merklich erhöht.

Bußgeldrahmen ausschöpfen

Der neue Bußgeldkatalog für Umweltverstöße sieht für das Wegwerfen von Verpackungsmaterial, Zigarettenkippen, Kaugummi, Obst- und Lebensmittelresten, sowie Verschmutzung durch Hundekot Bußgelder bis zu 250 Euro vor. Und was tut man in Mannheim? Der zuständige Dezernent verkündet: „Diesen Bußgeldrahmen werden wir jedoch nicht ausschöpfen.“ Geht es noch?

Die Stadt lässt sich permanent von uneinsichtigen Bürgern, welche die Stadt vermüllen, auf der Nase herumtanzen. Jetzt hätten die Amtsträger die Möglichkeit, wirksam gegen derartige Zeitgenossen vorzugehen. (von Klaus-Dieter Kähler, Mannheim) 

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2UwKqQI