Leserbrief

Zum Thema Kunsthalle / Artikel vom 2. Juli

Störende Bäume

Bei der letzten Vorstellung des Kunsthallenneubaus mit der heiß diskutierten Drahtgeflechtgestaltung wurde von Direktorin Frau Lorenz zweimal öffentlich versprochen, dass es dort definitiv keine Bäumfällungen geben wird. Nun muss ich lesen: "Nur zwei erkrankte Bäume müsse man fällen, um Platz zu schaffen für eine sogenannte Kompaktstation. Sie dient zur Stromversorgung.

"Frage: Handelt es sich hier um eine spezifische Mannheimer Baumart, die in vorauseilendem Gehorsam zum richtigen Zeitpunkt am optimalen Platz einer todbringenden Krankheit anheimfällt? Sollte man sich patentieren lassen, solch eine brave Zucht. Aber Spaß beiseite, protokolliert eigentlich irgendjemand den Ist-Zustand des dortigen Baumbestandes, gerade auch vor dem baldigen Abriss? Welche sind denn "krank"? Oder wird nach den Abrissarbeiten (Tiefbunker) das leider unerwartete Krankheitsbild der störenden Bäume umdatiert oder sonst wie an der Wahrheitsschraube gedreht? Wie dem auch sei, ich frage mich, ob das zuständige Grünflächenamt und auch die grünen Abgeordneten hier wirklich aufmerksam genug sind. Gerade im Hinblick auf die derzeitig zunehmende Grünentnahme ohne Ausgleich, die aktuell ohne großen Widerspruch in der Innenstadt stattfindet, ist jeder größere Baum schützenswert. Das von Frau Lorenz gegebene Versprechen begleite ich bis zur Neueröffnung....