Leserbrief

Straßenverkehr hat auch mit Gesundheit zu tun

Zum Thema Coronavirus:

Corona hat uns alle sensibilisiert und die Problematik der Pflegeberufe noch mal verdeutlicht. Vielleicht auch, dass Gesundheit und damit die Krankenhäuser kein Bereich sind, der Profit abwerfen kann. Aber eine andere Klientel hat künftig auch ein sehr gutes Argument, um ihre Anliegen zu untermauern.

Denn ein Bereich der Gesundheit der Menschen, der nicht mit Medikamenten zu behandeln ist, ist der Straßenverkehr. Jährlich sterben immer noch über 3000 Menschen (das sind acht bis neun täglich!) auf unseren Straßen als Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger. Hier wäre die Politik gefordert. Aber selbst eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 130 Kilometer pro Stunde auf Autobahnen kommt nicht zustande.

Flächendeckende Geschwindigkeitsreduzierung bringt nachweislich weniger Tote und Verletzte auf unseren Straßen. Aber hier ist die Auto-Lobby so stark, dass die Gesundheit der Menschen völlig unwichtig ist. Es gibt zum Beispiel keine (Auto)-PS-Begrenzung für Fahranfänger analog zum Motorrad, es gibt keine Überprüfung der Fahrtüchtigkeit der Autofahrer/innen. Und hier meine ich nicht nur ältere Menschen. Generell sollten alle Führerscheinbesitzer/innen vielleicht alle zehn Jahre einer Unterrichtung der StVO und einem Test unterzogen werden. Abbiegeassistenz für Lkw ist immer noch nicht Pflicht. Und so weiter, und so weiter...

Ebenso die ganze Klima-Debatte. Auch hier geht es um die Gesundheit der Menschen. Das sind nur einige Beispiele, die die Gesundheit der Menschen betreffen. Also, Politiker/innen, ihr habt jetzt die Gesundheit der Bevölkerung entdeckt, packt an – es gibt noch viel zu tun!

Ich wünsche den Menschen, die sich in diesen Bereichen engagieren jetzt noch mehr Erfolg!