Leserbrief

Leserbrief: Zum Bau der Unterführung in Lauda

Szenario für eine neue Verkehrsführung?

Ein kleines Szenario: Fiktiver Zeitungsartikel am 15. Januar 2012:

"Bundesstraße wird verlegt - Mit einem nachgerade als Geniestreich zu bezeichnenden Federstrich hat die Straßenbauverwaltung die Verlegung der B 290 beschlossen. In Lauda-Königshofen und im gesamten mittleren Taubertal wurde die Entscheidung mit großer Freude aufgenommen. Aus Tauberbischofsheim kommend wird die Bundesstraße künftig durch die soeben fertig gestellte und ohnehin mit Zuschüssen finanzierte Bahnunterführung Lauda-Nord geleitet, durch die etwas zu verbreiternde Becksteiner Straße am Schulzentrum und dem i-park in der ehemaligen Kaserne vorbei und schließlich mit einem Brückenbauwerk über Bahn und Tauber etwa in Höhe des neuen Einkaufzentrums Tauber-City Königshofen zurück auf die 'alte' Straßenführung. Damit wurde sowohl dem Wunsch der Bürger von Königshofen nach einer Umgehungsstraße als auch dem Wunsch der Laudaer Bürger nach einer besseren Verkehrsanbindung entsprochen. Als Nebeneffekt fällt mit dieser Lösung auch der Bahnübergang in Königshofen weg, die B 292 ist für den Schwerlastverkehr wieder uneingeschränkt nutzbar. In einer ersten Stellungnahme zeigten sich sowohl der Bürgermeister als auch die überwiegende Mehrheit des Gemeinderates sehr zufrieden und betonten, dass damit nun endlich die logische Fortführung der 2010 begonnenen 'Verkehrsentruhigung' von Lauda beschlossen sei. Als im Hinblick auf die Rekordverschuldung der Stadt besonders günstig könnte sich auch die in Aussicht gestellte Bezuschussung von notwendigen Gebäudeabrissen erweisen.

Auch aus den Nachbargemeinden waren nur positive Reaktionen zu hören. Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim freuen sich nicht nur über den Zuzug der ehemaligen Laudaer Bürger, die bereits seit dem Beschluss der Unterführung 2009 für eine große Nachfrage bei Immobilien und Grundstücken in den Nachbarstädten gesorgt haben. Auch die Schulzentren werben bereits mit dem Slogan 'Besser Lernen ohne Verkehr' und freuen sich über den damit gesicherten Erhalt ihrer Schulen bei insgesamt sinkenden Schülerzahlen. Überall im Kreis versammelten sich Bürger zu spontanen Freudenkundgebungen und priesen den Einfallsreichtum der Straßenbauverwaltung."