Leserbrief

Zum Thema Bundesgartenschau

Teurer Luxus

Spätestens jetzt müsste doch auch bei unseren Stadtvätern der Groschen gefallen sein. Ist die Finanzierung der BUGA mit ihren Folgekosten für ... zig Jahre sicher? Sollte eine Familie oder Firma so blauäugig planen, hätten wir nur noch hoch verschuldete Bürger und insolvente Betriebe. Man kann nur so viel Geld ausgeben, wie man verdient. Apropos verdient: Die Stadt gibt das Geld aus, das sie durch die unterschiedlichen Steuereinnahmen erhält. Was passiert bei einer längeren Wirtschaftskrise, wenn diese Einnahmen geringer ausfallen? Wenn die Familie oder Firma dringende Ausgaben hat (z.B. Reparaturen, Renovierungen, usw.), kann sie sich andere Dinge, wie Urlaub, neues Auto oder Investitionen nicht leisten. Manchmal ist auch ein Kredit notwendig, der sehr belastend sein kann. Wie sicher sind die Einkünfte, der Arbeitsplatz, die Auftragslage? Kann man die Schulden wie geplant zurückzahlen? Unsere Stadt hat so viele wichtige und dringend notwendige Aufgaben und damit verbundene Ausgaben und trotzdem will sich die Mehrheit unserer Stadtverwaltung den Luxus einer Bundesgartenschau gönnen, nur weil einige noch längst nicht verbindliche Zuschüsse locken. Und wie war das noch mit dem Verhältnis der ursprünglichen Kostenermittlung für das "Ja"zur tatsächlichen Endabrechnung bei Objektplanungen öffentlicher Projekte in der heutigen Zeitrechnung!

Nachdem auch die Stadt die Geldscheine nicht selbst drucken kann, steht am Ende wieder der Bürger (Steuerzahler) mit den sehr bekannten Problemen, wenn an allen Ecken und Enden der Rotstift am häufigsten bei Sozialleistungen angesetzt werden muss.