Leserbrief

Trauer um den Baum

Zum Artikel „Mein Herz hing an dem Wagen“ vom 8. August:

„Mein Freund der Baum ist tot“, das melancholische Lied von Alexandra aus dem Jahr 1968, wurde einmal mehr Realität am Abend des 6. August. Das Unwetter ließ einer uralten Linde in der Richard-Wagner-Straße keine Chance und begrub tatsächlich mehrere Autos unter sich. Der Baum stand dort seit ewigen Zeiten.

Meine Mutter, inzwischen 89 Jahre alt, erinnert sich. Sie trauert sehr um den Baum. Er fehlt beim Blick aus dem Fenster – immer öfter muss dieser den Gang auf die Straße ersetzen. Der Baum fehlt – als Schatten- und Sauerstoffspender, wir alle wissen inzwischen, was das bedeutet. Sicher und hoffentlich wird bald ein neuer Baum gepflanzt. Ein Baum mit neuer Zukunft. Kinder sind schließlich immer ein Hoffnungsträger, auch Baumkinder. (Michaela Fischer, Mannheim)

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2H5znGt