Leserbrief

Umbau wird fataler Reinfall

Zum Artikel „Großprojekt für geschätzte 43 Millionen“ vom 9. Juli:

Was würde wohl Herr Herschel zu diesen Umbauplänen sagen? Ich glaube nicht, dass er damit einverstanden wäre. Denn es sollte ein Schwimmbad für alle Menschen in Mannheim sein, ein Volksschwimmbad.

Nun spreche ich im Namen einer beträchtlichen Anzahl Schwimmer, die allmorgendlich entweder um 8, 9 oder 10 Uhr kommen, um ihre Bahnen zu schwimmen – nicht zum Planschen – also sportliche Leute jeden Alters. Wir alle (also viele) glauben, dass diese (sehr teure) Umgestaltung des Bades ein fataler Reinfall wird, ein Irrtum eben.

In der näheren Umgebung Mannheims gibt es eine große Anzahl „Spaßbäder“, sehr schön, sehr groß, schön gelegen (Umgebung!). Argumente gegen den Umbau:

1. Wo sollen wir Sportler schwimmen gehen?

2. Die „unerfreuliche“ Umgebung.

3. Keine Parkplätze.

4. Zu kleines Bad.

5. Anschließend zu teurer Eintritt.

6. Kein Restaurant und so weiter . . .

Letztendlich haben wir aber noch Glück, dass kein Hamam geplant ist (für Männer).

Nadja Ebert, Mannheim

Bernhard Herschel war ein Stadtrat, der uns viel Geld für dieses Bad gab. Im Jugendstil strahlt dieses Gebäude und macht uns sehr viel Freude. Un wer vum Schwimme dann genug hat, geht in die Sauna un ins Dampfbad. Denn dort kriegt ma laut Herrn Herschel jetzt schnell e warmes Ärschel. Wisst ihr, wo ich moi Ärschel bad, bei uns im Herschelbad.

Bad muss endlich saniert werden

Wie Delfine sausen wir durch das Becken und können uns auch unter Wasser verstecken. Und jetzt will man unser geliebtes Herschelbad in eine Bäderlandschaft für 43 Millionen Euro umwandeln? Dass das Bad endlich saniert werden muss. liegt auf der Hand, aber bitte mit Verstand. Denkt einfach an die äfache Leut vun Mannem und handelt besonnen.

Christa Weigand, Mannheim

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