Leserbrief

Unabhängige Stellungnahme erwünscht

Zum Artikel: „Käfertaler Brunnen mit Lösungsmittelresten“ vom 14. 11.:

Toxikologie ist eine Wissenschaft. Die im Grundwasser von Käfertal-Süd, dem Spinelli-Gelände und der Feudenheimer Au gefundenen leichtflüchtigen Chlorkohlenwasserstoffe sind krebserregend. Für solche Substanzen Grenzwerte festzulegen, ist in der Umweltmedizin umstritten. Eigentlich müsste bei krebsauslösenden Substanzen der Grenzwert bei Null liegen.

Wenn Bürgermeisterin Kuballa im Ausschuss Umwelt und Technik darauf hinwies, dass die Grenzwerte lediglich knapp überschritten wären und daher nicht mit weiteren Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere zu rechnen sei, so ist dies nicht überzeugend. Man wünscht sich eigentlich eine Stellungnahme eines unabhängigen Toxikologen.

Fragen beantworten

Da wir Menschen jeden Tag durch Nahrung und Luft die verschiedensten Gifte aufnehmen, kann niemand sagen, wie diese Gifte zusammen unsere Gesundheit gefährden. Wenn man mit Grenzwerten argumentiert, muss man immer diese Einschränkung machen. Das Gesundheitsamt der Stadt sollte ein Gutachten in Auftrag geben zur Bewertung der Wasserverseuchung für die Gesundheit der Menschen, die dieses Wasser in ihren Gärten nutzen. Ergebnis müsste ein Maßnahmenkatalog sein, der auch den Kleingärtnern aufzeigt, wie sie sich verhalten sollen. Kein Gemüse mit diesem Wasser gießen? Keine Tiere mit diesem Wasser tränken?

Oder ganz auf dieses Wasser verzichten und nur das Trinkwasser aus der Leitung benutzen? Diese Fragen sollten beantwortet werden von Toxikologen.

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2A1C738