Leserbrief

Unattraktiver Takt in der Gartenstadt

Zum Artikel „Das sind Mannheims Vororte mit den meisten Autos“ vom 25. Februar:

Die Gartenstadt – ein „Autovorort“. Die Stadt Mannheim und die RNV hätten Möglichkeiten gehabt, dies zu ändern, wenn man bei der Planung der Stadtbahn Nord mehr auf die Bedürfnisse der Bewohner eingegangen wäre. Stattdessen haben große Teile der Gartenstadt nun einen unattraktiven 20 Minuten Takt der Linien 4/4A und – was in meinen Augen der größte Planungsfehler war – keinen vernünftigen Anschluss mehr zum Waldhof Bahnhof. Damit hätte man sich attraktive Fahrzeiten beibehalten können, auch im Hinblick auf die geplante S-Bahn Linie.

So benötige ich mit der neuen Linie 4 zum Hauptbahnhof länger als zuvor über den Knoten Waldhof Bahnhof. Der Schulweg meiner Kinder zur IGMH im Herzogenried beziehungsweise zur JGG in Schönau ist nahverkehrstechnisch eine Katastrophe; insbesondere die IGMH ist kaum mehr in vernünftigen Zeiten zu erreichen. Ich habe keine Zweifel, dass bei diesem ÖPNV-Angebot die Gartenstadt auch in Zukunft weiterhin ein „Autovorort“ bleibt.

Ralf Faißner, Mannheim

Es ist schon erstaunlich, dass Stadtrat Roland Weiß berichtet, in der Gartenstadt bereitet die hohe Zahl von Autos keine Probleme. Er sollte mal durch die Lampertheimer Straße, den Sonnenschein oder den langen Schlag fahren (um nur einige Straßen zu nennen). Hier ist es in den letzten Jahren immer schwieriger geworden, ohne ständiges Anhalten die Straßen zu benutzen. Alle Busfahrer der RNV können hier „ein Lied davon singen“. Eine Lösung der Parksituation ist bestimmt nicht einfach, sollte aber zeitnah mal angestrebt werden, zum Beispiel mit einseitigem Halteverbot oder Prüfung, wer einfach nur zu bequem ist, sein Auto auf das eigene Grundstück zu fahren.

Thoralf Bertram, Mannheim

Diese Statistik ist doch ein Witz, gemäß Churchill, ich traue nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe, oder so ähnlich. Was ist mit den vielen Autos in Neckarstadt und Jungbusch und so weiter mit den ausländischen Kennzeichen (Bulgarien, Rumänien). Die wohnen doch auch da, haben ihre Autos aber nicht umgemeldet und fallen wohl deshalb bei dieser Statistik raus; sie sind aber vorhanden und nicht wenige.

Bekommen die überhaupt Strafzettel und werden die auch bezahlt, wenn sie ins Ausland geschickt werden, aber hier wohnen? Was ist mit Verkehrsbehinderungen oder Unfällen mit diesen Autos, kann man die überhaupt belangen. Wieso müssen diese Autos nicht umgemeldet werden? Normalerweise muss man doch meines Wissens sein Auto spätestens 14 Tage nach Umzug ummelden. Auf jeden Fall verhauen die diese Statistik komplett.

Markus Corcelli, Mannheim

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