Leserbrief

Unnötiger Bürgermeister

Zum Artikel „Es muss jemand sein, dem das Nachtleben am Herzen liegt“ vom 12. Juni:

Ein „Nachtbürgermeister“ oder neudeutsch „Night-Mayor“ ist genau der Posten, den Mannheim noch benötigt. Offensichtlich brennen bei den Befürwortern dieses Jobs „nicht die allerhellsten Kerzen auf der Torte“. Nur so kann ich mir erklären, wie durch solchen Unsinn unsere Steuergelder hinausgeworfen werden.

Mannheim will also einen „Night Mayor“ installieren. Weil diese Funktion aus unserem Leitkultur-Vorbild USA kommt, darf natürlich der selbsterklärende deutsche Begriff „Nachtbürgermeister“ nicht verwendet werden. Mannheim folgt damit seiner grausigen Tradition, alles Neue mit englischen Begriffen weltstädtisch zu versehen: Statt Tourist-Info „Welcome Point“ und für die Berufsbildungsmesse „Jobs for Future“.

Institut für Denglisch

Wenn das so weiter geht, kann das in Mannheim ansässige Institut für deutsche Sprache seinen Namen bald in Institut für Denglisch umbenennen und Mannheim „gender“gerecht in „Personhome“ umgetauft werden. Dank an Ihre Reporterin Larissa Hamann, die in ihrem Kommentar nur von Nachtbürgermeister spricht.

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/2sTcRt7