Leserbrief

Unzählige Gutachten liegen vor

Zum Leserbrief „Umwelthilfe betreibt Prozessbetrug“ vom 19. Januar:

Herr Jung fordert ein seriöses und gerichtlich überprüfbares Gutachten zur Schädlichkeit von Stickoxiden. In der politischen sowie in der wissenschaftlich-medizinischen Diskussion ist jedoch die generell gesundheits- und vegetationsschädigende Wirkung von Stickoxiden – präziser: Stickstoffdioxiden – aufgrund unzähliger bereits vorliegender Gutachten völlig unstreitig. Sie wurde mehrfach vom Umweltbundesamt festgestellt. Und sie wurde während der Gerichtsverfahren noch nicht einmal von den Gemeinden bestritten, welche die Deutsche Umwelthilfe auf Einhaltung der gesetzlichen Grenznormen verklagt hat.

Des Betrugs bezichtigt

Für die mit den Klagen befassten Gerichte, zuletzt für das Bundesverwaltungsgericht, bestand also nicht der geringste Anlass, die generell gesundheitsschädliche Wirkung von Stickstoffdioxiden in Frage zu stellen. Endgültig tendenziös wird es, wenn Herr Jung einerseits rät, (längst vorliegende) seriöse und gerichtlich überprüfbare Gutachten abzuwarten, andererseits aber schon einmal vorauseilend die Deutsche Umwelthilfe der Fantasterei und des Prozessbetrugs bezichtigt.

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2RVQbq3