Leserbrief

Veränderungen akzeptieren

Zum Leserbrief von Jürgen Schneider vom 23. Juli zur Heimat-Beilage:

Es reicht! Nach der Diskussion um die Sarotti-Schilder im Capitol ist jetzt der Begriff „Heimat“ negativ behaftet und soll abgeschafft werden. Wo bleibt denn der gesunde Menschenverstand? Ich fand die Heimatbeilage sehr gelungen und informativ. Die Vielfältigkeit unserer lebens- und liebenswerten Region wurde in ihrer ganzen Bandbreite aufgeführt. Hier lässt es sich gut leben!

Sollen wir unsere deutsche Sprache, Vergangenheit, Strukturen beerdigen, weil zwölf unselige Jahre im letzten Jahrhundert unsere Sprache missbraucht hatten? Nein! Gerade deshalb sollten wir sorgfältig und sensibel mit Sprache umgehen und nach deren Aussage schauen. Denn darin liegt der Kern!

Es geht um den Kontext

Das einzelne Wort verändert nichts – der Kontext tut es! Persönlich habe ich in der Region „meine Heimat“ gefunden – hier möchte ich bleiben! „Heimweh“ plagt mich, wenn ich die „Heimreise“ immer wieder aufschiebe; ich vermisse das „heimische Leben“. Es freut mich, wenn mein Verein ein „Heimspiel“ hat. Soll ein Athlet sich künftig für seinen „Heimatverein“ schämen? Es ist legitim, durch Sprache seine Zugehörigkeit/Befindlichkeit auszudrücken. Die Zeiten sind NICHT immer schwierig – es ist das pralle Leben, welches ständig Aufgaben stellt und nach Lösungen sucht.

Die Stärke einer Gesellschaft liegt in der Fähigkeit, Veränderungen zu akzeptieren und Lösungen hervorzubringen. Das zählt!

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2ynSHd3